Titel sind in der Vereinsgeschichte des VfL Bochum rar. Doch auf einen ist der Club nun schon länger abonniert: Er hat die am schlechtesten gelaunten Fans der Liga.
Das hat viel mit der erdrückenden Nachbarschaft im Revier und noch mehr mit den Jahren als Fahrstuhlteam zu tun - wurde zuletzt aber noch durch eine wenig mitreißende Spielweise befördert.
In diesem Sommer hat der Club die Erwartungen durch wenig glamouröse Transfers nicht eben frenetisch angefeuert. Neben einem wieselflinken Slowenen (Zlatko Dedic) aus der zweiten italienischen Liga kam noch ein blässlicher Mittelfeldschwede (Andreas Johannson), das war's auch schon.
Nur knapp 8000 Menschen entschlossen sich daraufhin, eine Jahreskarte zu kaufen. Das ist weniger als im Vorjahr und die niedrigste Zahl in der Bundesliga. Man kann es auch so sagen: Bochum bleibt sich treu. Ein Kandidat für den Tabellenkeller.
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