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 Betreff des Beitrags: Re: Hat der 1. FCN noch die richtige Struktur für den Erfolg?
BeitragVerfasst: 16.11.2016 10:46 
Wupperbohemian
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Registriert: 05.06.2008 11:05
Beiträge: 12113
Das "dumme" Fußvolk kannst Du nur mit einer klaren Argumentation und genauem Aufzeigen von Für und Wider begegnen. Natürlich ist die Mitgliederversammlung hierzu das richtige Gremium, aber eine klare Kommunikation im Vorfeld verhindert Spekulationen und Verschwörungstheorien.

_________________
Rene Weiler: „Der Club wird aufsteigen, ich weiß nur nicht wann“


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 Betreff des Beitrags: Re: Hat der 1. FCN noch die richtige Struktur für den Erfolg?
BeitragVerfasst: 16.11.2016 11:01 
Forenkapitalist
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Registriert: 09.03.2010 13:00
Beiträge: 2204
Plz/Ort: auf der ganzen welt zuhause
Jain
Gerade das dumme Fußvolk das den Oberen diverser Fangruppen nachläuft, bekommt eine Welt vom ruhmreichen und traditionsreichen, AntiFÜ und alles für den GLUBB im Pyrozauber vorgespielt und so wenn man so denkt ist man ein echter FCN Fan.

Das Problem ist, dabei, das genau diese ja Fans so verbohrt und beeinflusst sind weil sie fast sektenhaft ihren Oberen nachrennen, doch gegen Argumente die gerade für eine Kapitalgesellschaft als Träger aussprechen immer dagegen sein werden, egal was alles dafür sprechen würde.
Denn die Unwahrheiten die so in deren Hirnen eingebohrt sind, sind so tief, das alles abprallt.

_________________
An Helden erinnert man sich, doch Legenden sterben nie !!


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 Betreff des Beitrags: Re: Hat der 1. FCN noch die richtige Struktur für den Erfolg?
BeitragVerfasst: 24.11.2016 20:18 
Stammspieler

Registriert: 14.04.2013 09:25
Beiträge: 984
Die Führung des Clubs hat jetzt mit e.V.olution die Planungs- und Diskussionsphase zur Ausgliederung gestartet. 75% Zustimmung der Mitglieder wird schwierig.


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. FC Nürnberg e.V.olution
BeitragVerfasst: 25.11.2016 11:21 
Wupperbohemian
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Registriert: 05.06.2008 11:05
Beiträge: 12113
Hier die Eckdaten des Prozesses laut fcn.de

Zitat:
Wie sieht die Vereinsstruktur der Zukunft aus? Ab sofort soll dies in einem gemeinsamen Prozess diskutiert werden.
...
Wir wollen den 1. FC Nürnberg so aufstellen, dass er für die Zukunft bestmöglich gewappnet ist.
...
Wir wollen gemeinsam mit unseren Mitgliedern ein Modell entwickeln, das in einem vertrauensvollen Miteinander erarbeitet und gelebt wird.
...
Weil es der Verein aufgrund der Entwicklungen im Profi-Fußball als seine Pflicht sieht, sich Gedanken über seine Zukunftsfähigkeit zu machen.

Weil sich eine Vielzahl der deutschen Profi-Vereine durch andere Modelle neue Optionen erschlossen und dadurch eine bessere wirtschaftliche Perspektive geschaffen hat.
Weil wir durch den erforderlichen Abbau der Verbindlichkeiten künftig weiter an Boden verlieren.
...
Dazu wird der 1. FC Nürnberg als ein erstes wichtiges Instrument dieses Prozesses eine Arbeitsgruppe ins Leben rufen, die das Thema vertiefend diskutiert und einen Entscheidungsprozess vorbereitet. Diese Arbeitsgruppe wird paritätisch mit Vertretern aus Verein und Mitgliedern besetzt sein.


Ende November: Startschuss für die Diskussion "e.V.olution"

Anfang/Mitte Dezember: Besetzung der Arbeitsgruppe

Dezember/Januar: Konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppe

Dezember/Januar bis Ende März:

+ Regelmäßige Sitzungen der Arbeitsgruppe

+ Veröffentlichung der Ergebnisse

+ Informations- und Meinungsaustausch mit allen Mitgliedern


Ich finde es erst einmal gut, diesen Weg so anzugehen, auch wenn schon viele generell die "Ausgliederung" verteufeln ohne überhaupt Details zu kennen. Dabei wird auf dem Kürzel "e.V." als allein seligmachendes Modell bestanden.

Ich weiss im Moment nicht, ob ich der Ausgliederung zustimmen werde, da ich ja das Konstrukt noch nicht kenne. Es besteht jedoch eine hohe Wahrscheinlichkeit meiner Zustimmung, wenn Sicherungsmechanismen eingebaut werden, die eine vollständige Übernahme durch Externe verhindern und der Stammverein die Mehrheit behält.

Im übrigen wird aus meiner Sicht das Modell der e.V. ohne Kapitalgesellschaften bei einer weiteren wirtschaftlichen Ausrichtung des Profisports irgendwann eh vom Gesetzgeber gekippt.


Presse-/Medienschau zum Thema:

http://www.bild.de/sport/fussball/1-fc-nuernberg/jetzt-will-der-club-millionen-einnehmen-48904802.bild.html
Zitat:
Aber zeigen 1860 oder der HSV nicht, dass Investoren nicht immer die Rettung sind?

Ja. Letztlich entscheiden natürlich die handelnden Personen. Management-Fehler geschehen unabhängig von der Rechtsform. Das ist das Problem der Münchner Löwen. Sie sind abhängig von Hasan Ismaik, weil sie ständig frisches Geld brauchen.

Welche Form favorisiert der Club-Vorstand?

Die Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft. Also eine AG oder eine GmbH & Co. KG. Diese Form wurde von den meisten anderen Vereinen für eine Profi-Ausgliederung gewählt.


http://www.mittelbayerische.de/sport/regional/neumarkt-nachrichten/fcn-startschuss-fuer-neue-club-struktur-21522-art1455815.html
Zitat:
Der Verein hat die Diskussion nun vielmehr offiziell angestoßen, in welcher Rechtsform der Verein weiterhin bestehen soll. Finanzvorstand Michael Meeske fasst dabei die Schwierigkeiten der Entscheidung wunderbar in einen Gegensatz. Meeske spricht in einem Video von "rationalen und emotionalen Gesichtspunkten".

Der Kopf gibt ganz klar vor allem den Verantwortlichen vor, die Profiabteilung beim FCN in eine Kapitalgesellschaft auszugliedern. Es geht um die Wettbewerbsfähigkeit des 1. FC Nürnberg. "Wir brauchen vor allem wirtschaftlich neue Gestaltungsmöglichkeiten und mehr Handlungsfreiheit", erklärt Meeske.
Emotional allerdings wehren sich vor allem Traditionalisten unter den Mitgliedern, in den verschiedenen Fan-Gruppen grassierte gar die Angst, der Club könne bei einer solchen Änderung zu einem neuen 1860 München werden, falls Investoren ohne Fußball-Sachverstand das Ruder übernähmen.


http://www.kicker.de/news/fussball/2bundesliga/vereine/665301/artikel_nuernberg_ausgliederung-als-e-v-olution.html
Zitat:
Die Hoffnung von Meeske: Durch die Gründung einer Kapitalgesellschaft (AG, GmbH oder GmbH & Co. KGaA) können unter anderem stille Reserven anders bewertet werden und die Bilanz so verbessert werden. Zudem könnte durch den Verkauf von Anteilen frisches Kapital generiert werden. Die Diskussion auf der letzten Mitgliederversammlung des Vereins Anfang Oktober zu dem Thema verlief noch relativ ruhig, die Widerstände sind jedoch stark. Eine Initiative "Mein Club, mein Verein" hat sich gebildet und läuft Sturm gegen eine Ausgliederung. Die Befürchtung: Ein Investor könnte über die Geschicke des Vereins entscheiden, die Mitglieder blieben außen vor. Bedenken, die der Aufsichtsratschef Dr. Thomas Grethlein versucht zu entkräften: "Man kann die jetzigen Mitgliederrechte auch in einer anderen Rechtsform adäquat abbilden."

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Rene Weiler: „Der Club wird aufsteigen, ich weiß nur nicht wann“


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. FC Nürnberg e.V.olution
BeitragVerfasst: 25.11.2016 19:10 
Amateurspieler

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Beiträge: 336
Das Konzept von Meeske ist in Ordnung, aber wird schwer umsetzbar sein..


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. FC Nürnberg e.V.olution
BeitragVerfasst: 05.12.2016 18:16 
Stammspieler
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So, hab mich ma für die Arbeitsgruppe beworben, mal sehn obs klappt.

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Wird jetzt alles besser bei unserm Glubb???


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. FC Nürnberg e.V.olution
BeitragVerfasst: 09.12.2016 15:45 
Wupperbohemian
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Beiträge: 12113
deutscherpanzer hat geschrieben:
So, hab mich ma für die Arbeitsgruppe beworben, mal sehn obs klappt.


...und hats geklappt? :wtf




Zitat:
Zum nachhören "Der 1. FC Nürnberg als e.V. – Zukunfts- oder Auslaufmodell?"

Am 08.12.2016 fand, veranstaltet von der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur in Zusammenarbeit mit KUF im südpunkt, eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Der 1. FC Nürnberg als e.V. – Zukunfts- oder Auslaufmodell?" statt. Für alle die, die nicht dabei sein konnten gibt es nun den Audio-Mitschnitt des Gesprächs zum nachhören:

https://soundcloud.com/fussballkultur

https://www.clubfans-united.de/kurzmeldungen/zum-nachhoeren-der-1-fc-nuernberg-als-e-v-zukunfts-oder-auslaufmodell/

Meinungen?

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Rene Weiler: „Der Club wird aufsteigen, ich weiß nur nicht wann“


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. FC Nürnberg e.V.olution
BeitragVerfasst: 09.12.2016 16:18 
Stammspieler
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Beiträge: 891
Leider Nein, wär gern dabei gewesen.

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 Betreff des Beitrags: Re: 1. FC Nürnberg e.V.olution
BeitragVerfasst: 09.12.2016 17:28 
Lichtgestalt
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Registriert: 28.08.2008 10:26
Beiträge: 2995
Jahn-Rüdiger Albert konnte mich bei dieser Diskussion nicht überzeugen.
Meeske wirkt deutlich kompetenter, auch wenn man nicht den Fehler machen darf sich von seiner Redekunst einlullen zu lassen. Er kann sich sehr gut verkaufen und sehr gut mit der SPrache arbeiten. Das wirkt dann natürlich schnell kompetent und überlegen, is aber nicht immer gleichbedeutend mit recht haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. FC Nürnberg e.V.olution
BeitragVerfasst: 10.12.2016 14:52 
Imperator des Spams

Registriert: 26.08.2008 15:17
Beiträge: 6520
Ich stelle hier Dinge gegenüber die ich für MEINE Entscheidung ob Verein oder Kapitalgesellschaft als wichtig erachte.

Hier habe ich für mich in Klassen eingeteilt.
- Emotionale Gründe
- Steuerliche Aspekte
- Leichtere Finanzierungskonzepte
- Mitspracherechte der Anteilseigner vs Mitglieder
- Zukunftsoptionen für den „Restverein“


1. Emotionale Gründe
In Kapitalgesellschaften bestimmt ausschließlich das Kapital. Oft nach Kriterien welche der Allgemeinheit nicht gefallen.
Dietmar Hopp darf durchaus als seriöser Investor gelten, als er einen Teil seiner Einlagen zurückgefordert hat und Spieler wie Ibisevic und Ba verkauft wurden, ist der Verein von einem gesicherten Mittelfeldplatz in Abstiegsregionen gefallen. Ein Mitspracherecht seitens des Vereins der ja 50% + 1 Anteil halten muss, wurde hier von Kapitalgeberseite ausgehebelt. Der Verein wurde um einem mittleren Zyklus (5 – 7 Jahre) in seiner Entwicklung zurück geworfen. Dies vorhersehend verlies Ralf Rangnick den Verein.
Beim FC Bayern, einem Verein der als solide geführt bezeichnet werden darf, ist mit Karl – Heinz Rummenigge ein Vorstandsvorsitzender im Amt der wegen Zollvergehen durch die Justiz bestraft wurde und mit Uli Hoeness ein Präsident im Amt der wegen Steuerhinterziehung verurteilt wurde. Dies wird von den Anteilseignern wie z. B. Allianz oder Audi nicht verhindert obwohl deren Compliance – Regeln so einer Konstellation konträr gegenüber stehen. Franz Beckenbauer gilt als einer der Wegbereiter der Bayern, hat aktuell aber absolut Probleme mit der Justiz wegen Korruption. Moralisch verwerflich sollte sein Satz sein welchen er über die Arbeitssklaven in den arabischen Ländern gesagt hat: „ Ich habe keinen Arbeiter in Ketten gesehen!“. Diese Dinge werden von den Mitgliedern nicht verhindert werden können. Im Vereinskonstrukt könnte man hier eine Abwahl beantragen. Ob dies durch die erfolgsabhängige Bindung der Anhängerschaft gewollt ist steht auf einem anderen Blatt.
Bei 1860 werden bereits jetzt die negativen Auswirkungen des Investorentums aufgezeigt, der Verein wird der Lächerlichkeit preis gegeben. Selbst beim HSV wo mit Herrn Kühne ein eigentlich als seriös geltender Investor tätig ist, kann niemand etwas gegen die Handlungen des Geldgebers tun. Auch wenn sie noch so deutlich als falsch zu sehen sind.


In Vereinen wie Leverkusen werden mit dem Kapital von Bayer Führungskräfte im Amt gehalten welche es nicht schaffen dieses Kapital in Erfolg umzusetzen. Calmund und Völler haben so viel Kapital verbrannt wie der Club nie hatte. Beim VfL Wolfsburg wird eine Summe von 100 Millionen jährlich als Zuwendung von VW an den Verein genannt. Kaum geht es dem Investor wirtschaftlich aus Gründen die der Verein nicht zu vertreten hat schlecht (Abgasaffäre), steht man in der Abstiegszone. Und niemand kann nun einen anderen Investor suchen. Weder bei Bayer noch bei Wolfsburg.

Ob man ohne Investoren bestehen kann, kann ich hier nicht aufzeigen, aber aus moralisch – emotionalen Gründen bin ich hier eindeutig pro Verein.

2. Steuerliche Gründe
Hier kam es bei meiner Informationstour zu einem Patt da der Verein durch die Möglichkeit für Spenden entsprechende Steuerbescheinigungen auszustellen zwar einen Vorteil hat, aber man über dieses Modell jedes Jahr als Spender seine Summe ändern kann. Bei einem Vertrag über Investitionen geht dies während der Laufzeit normalerweise nicht. Dass es vorkommen kann haben wir an mehreren Sponsorenverträgen gesehen. Die eingegangen Spenden kann man nicht für den Profispielbetrieb verwenden, allerdings für die Förderung von kulturellen und sportlichen Ereignissen die nicht näher definiert sind. Hier ist ein großer Teil der Finanzierung des NLZ – Betriebs möglich. Und über die Verwaltungskosten auch ein Teil der Finanzierung der Verwaltung der Lizenzspieler , da hier keine klare Abgrenzung erfolgen kann.
Diesen Weg beschreiten sowohl der DFB als auch der ADAC mit großem Erfolg.

Auch hier bin ich klar pro e. V.

3. Leichtere Finanzierungskonzepte.
Hier ist es ganz klar ein Vorteil eine Kapitalgesellschaft zu sein. Man kann schneller beleihen und veräußern. Dies wird von Herrn Meeske angesprochen. Die so genannte Hebung stiller Reserven wäre einfacher. Dies stimmt! Aber…
Stille Reserven sind u. a. längst steuerlich abgeschriebene Grundstücke welche mit einem sehr geringen Buchwert (oft 1 €) in den Büchern verzeichnet sind . Dies ist mit Sicherheit beim Grundstück Valznerweiherstr. 200 der Fall. Durch beispielsweise einen Verkauf des Grundstückes wird der tatsächliche Wert des Grundstückes wieder Bilanzwirksam und natürlich als Sicherheit für Geldgeber interessant. Hier wäre ein Verkauf an eine KGaA an welcher der Verein mit 50% plus einem Anteil die Mehrheit hält ein durchaus gängiges sale – out und lease back – Geschäft. Allerdings sollte die GmbH ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können würde das Grundstück verkauft , die Gläubiger aus dem Erlös bedient und der Rest entsprechend der Anteile aufgeteilt. Der Valze wäre für einen Appel und ein Ei weg. Ich will keine Verschwörungstheorie basteln was wohl passieren würde wenn ein möglicher Investor Bögl heißen würde.
Selbstverständlich wäre man bei Banken wieder in einer besseren Kreditwürdigkeit. Aber alleine diese Aussage gibt mir zu denken. Sind die Darlehen welche von „Gönnern“ gegeben wurde so schlecht? Wie ist dann die Aussage der AR unter anderem Peisl und Grethlein zu werden dass der Verein finanziell gut aufgestellt ist. Wurden selbst diese beiden, einer immerhin promoviert der andere Jurist, so getäuscht? Wer von den Mitgliedern könnte so etwas überschauen? Chesserio als Steuerberater wäre sicher in der Lage gewesen, wurde aber als AR abgelehnt. Man wollte Andere. Investoren aus der Wirtschaft würden solche Dinge sicher überblicken. Die Zahlen würden an deren Steuerberater gehen.
Vor dem Hintergrund dass der Club als Verein in diese Misere geschlittert ist, für mich ein kleiner Vorteil pro Kapitalgesellschaft.

4. Mitspracherecht Mitglieder vs Anteilseigner
Durch die Erfahrungen der AoMV und anderer JHV abgeschreckt will ich eigentlich einen Teil der Leute nicht mehr mit einem Mitspracherecht ausgestattet sehen. Das Festhalten an Bader und auch die aktuelle Weigerung auf vereinsschädigendes Verhalten zu Gunsten eines selbstdarstellenden Zwecks zu verzichten sagt mir hier dass ich bestimmte Mitglieder nicht mehr mit einer Stimme ausgestattet sehen will. Grundsätzlich schützen Investoren ihre Investitionen. Besonnene Mitglieder haben eine Möglichkeit der Mitsprache durch den Anteil des Vereins und bei einer 50 + 1 Konstellation sollte hier normalerweise eine Macht gegeben sein welche die Interessen des Vereins klar schützt.

Hier klar pro Kapitalgesellschaft.

5. Zukunftsoptionen für den „Restverein“
Es muss klar sein dass der im e.V. verbleibende Teil dann auf Gedeih und Verderb vom ausgegliederten Teil der Kapitalgesellschaft abhängig ist. Die im optimalen Fall gemachten Gewinne (Beispielsweise Augsburg im abgelaufenen GJ 15 Millionen) werden gemäß den Anteilen aufgeteilt. Eventuell werden hiervon auch Rücklagen oder Rückstellungen gebildet auf die der Verein dann zunächst keinen Zugriff hat. Dies hängt immer von der Stimmabgabe der Person ab welche im AR der Kapitalgesellschaft sitzt. Diese Stimme kann man rechtlich verpflichten. Hierüber kann bei einem positiven Verlauf sehr gut auch ein positiver Verlauf des Restvereins gesteuert werden. Was aber bei einem negativen Verlauf? Während Unternehmen wie Thyssenkrupp Verluste von mehreren hundert Millionen steuerlich geltend machen und durch diverse Umstrukturierungsmaßnahmen wegstecken können, kann dies ein Verein nicht. Dieser Verein wird auf Teufel komm raus von einem wirtschaftlichen Erfolg der Lizenzspieler abhängig sein. Der wirtschaftliche Verlauf des Clubs seit 07 kann dem Mitglied nur als Warnung dienen.
Die Frage was mit den aktuellen Schulden des Vereins geschieht wird aus der Diskussion noch vollkommen ausgeklammert. Werden diese in die Kapitalgesellschaft übernommen oder verbleiben diese beim Verein der damit wirtschaftlich erledigt wäre. Wenn sie übernommen würden, wäre hier eine Belastung der Kapitalgesellschaft bereits vorhanden welche einen optimalen Start verhindern würde.

Fazit
Nachdem ich nicht überblicken kann wie die Kapitalgesellschaft aussehen soll, bin ich noch nicht in der Lage ein abschließendes Urteil zu bilden. Für mich persönlich ist es nicht so dass ich der Meinung von Herrn Meeske vollumfänglich zustimmen kann. Vor allem weil sich NIEMAND damit beschäftigt wie ein Verein aufgestellt werden könnte.
Die Tatsache dass ein rhetorisch weniger geschulter Rechtsanwalt in einer Podiumsdiskussion dem geschulten Vorträger Meeske nicht Paroli bieten konnte darf nicht darüber hinwegtäuschen dass Herr Meeske nichts gesagt hat was wirklich von Belang ist.
Bisher haben beide Seiten noch nichts von dem Preis gegeben was sie als Argumente für ihre jeweilige Seite sehen. Die von mir zusammen getragenen Argumente gelten nur für mich und geben für mich ein klares Unentschieden. Aktuell bekommt keine von beiden Seiten meine Stimme.

Klaus Weiss
Dezember 2016


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. FC Nürnberg e.V.olution
BeitragVerfasst: 10.12.2016 15:10 
Wupperbohemian
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Registriert: 05.06.2008 11:05
Beiträge: 12113
Nach monatelanger Abstinenz so einen Beitrag rauszuhauen.... :rsp :gr

Ich habe mir bisher auch noch keine abschliessende Meinung gebildet, was aber zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht möglich ist, denn es liegt noch nichts Diskutierbares vor. Allerdings hat mir der Fürther Rechtsanwalt zu sehr dogmatisch auf seiner Ablehnung bestanden, so das ich der Initiative von ihm im Vorfeld schon negativ gegenüber stehe. Meeskes "Handlungsoptionen" sind mir bisher auch zu schwammig.

Bei den von Dir aufgeführten Beispielen, wie Bayern etc. (die ja federführend ein Verein sind!!!) und Bayer kann ich keine Position PRO oder CONTRA Verein festmachen. Hier wird es immer an den handelnden Personen liegen, die mit der Führung des Vereins/der Kapitalgesellschaft betraut sind.

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Rene Weiler: „Der Club wird aufsteigen, ich weiß nur nicht wann“


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. FC Nürnberg e.V.olution
BeitragVerfasst: 10.12.2016 17:30 
Imperator des Spams

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Für so einen Beitrag braucht man Monate Didi *sfg


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. FC Nürnberg e.V.olution
BeitragVerfasst: 10.12.2016 18:15 
Lichtgestalt

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Plz/Ort: nordwestliches randbayern
in deinem alter schon...
:gr


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. FC Nürnberg e.V.olution
BeitragVerfasst: 10.12.2016 18:41 
Imperator des Spams

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In dem Beitrag steht mehr als andere in 10 Monaten geschrieben haben. Warum regt ihr euch also auf *sfg. Ich hab mir nur Kraft dafür geholt. :fl :gr :rofl


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. FC Nürnberg e.V.olution
BeitragVerfasst: 10.12.2016 19:16 
Wupperbohemian
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KLAUSWEISS176 hat geschrieben:
Für so einen Beitrag braucht man Monate Didi *sfg



Gibs zu, das hast Du doch mit [copy & paste] ausm glubbforum gezaubert .... :fff

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Rene Weiler: „Der Club wird aufsteigen, ich weiß nur nicht wann“


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. FC Nürnberg e.V.olution
BeitragVerfasst: 10.12.2016 19:43 
Imperator des Spams

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Didi das geht grad ned, die haben mich gesperrt! Sind schon meine Überlegungen und wenn es lang geworden ist, so doch nur weil dieses Thema so komplex und vielschichtig ist. Vor allem weil ja zur eigentlichen Entscheidung noch vieles fehlt. Meeske sagt ja dass er keinen Investor hat, nicht weis als was er ausgliedern will, nur er will. Und dazu will er die Zustimmung der Mitglieder. DAS ist mir eindeutig zu wenig. Wie er nur glauben kann dass man nach dem smarten Bader nun einen smarten Meeske einfach vertraut, vor allem weil er das mit der Hypothek ja zu nachtschlafender Stunde durchgezogen hat, das ist mir ein Rätsel.

Noch rätselhafter ist für mich allerdings wie einfach Leute wie beispielsweise Emilou auf diesen Vertrauenszug aufspringen. Vor drei Jahren noch die heftigste Streiterin pro Bader macht sie das selbe nun mit Meeske. Nichts gelernt.

Nichts gegen die Vorstände aber ein wenig mehr muss es denn schon sein. Sowohl sportlich als auch finanziell.


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. FC Nürnberg e.V.olution
BeitragVerfasst: 10.12.2016 19:52 
Wupperbohemian
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Beiträge: 12113
Da bin ich zum jetzigen Zeitpunkt voll bei Dir, denn erst will ich das komplette Paket zum Umbau sehen und dann beurteilen. Meeske formuliert auch noch sehr vage. Ich denke, er hat sein Konzept schon formuliert, will es aber erst im Rahmen der Arbeitsgruppe einstreuen...

Es ist aus meiner Sicht vollkommen legitim, dem Wunsch nach Ausgliederung durchaus skeptisch gegenüber zu stehen, aber man sollte sich bei guten Argumenten nicht verschliessen und dogmatisch auf e.V. über alles bestehen. Die Mitglieder haben durch ihre Gutgläubigkeit, Naivität oder auch Blödheit in den vergangenen 10 Jahren den Schlamassel mit zu verantworten. Ergo, auch der e.V. verhindert keine Pleite. Interessant wird die Diskussion erst richtig, wenn der Gesetzgeber den Status der Profivereine ändert... :fff

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 Betreff des Beitrags: Re: 1. FC Nürnberg e.V.olution
BeitragVerfasst: 11.12.2016 00:08 
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Didi hat geschrieben:
wenn der Gesetzgeber den Status der Profivereine ändert...

Genau das ist überfällig und es wird zeitnah passieren, und dann wird die Diskussion sowieso eine andere, weil dann auch die Abschreibungsmöglichkeiten die Gesellschaftsform beeinflussen wird.
Von daher sehe ich die e.V.olution erstmal entspannt, weil sie keine Folgen zeitigen wird, jedenfalls nicht in nächster Zeit...
ansonsten bin ich auch bei Klausi...

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Frei nach Didi: "Wollen hätten wir auch schon gewollt, aber können haben wir nicht gekonnt .... "


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. FC Nürnberg e.V.olution
BeitragVerfasst: 11.12.2016 11:24 
Imperator des Spams

Registriert: 26.08.2008 15:17
Beiträge: 6520
Mick, ich denke dass der Gesetzgeber sich nicht so schnell an die heilige Kuh Fußball wagen wird. Ich denke eher er wird sie länger melken. Panem et Circenses. Wenn ich alleine an die WM 16 denke was da so alles absolut unbeachtet geschehen ist. Wir haben uns auf die WM konzentriert udn nebenbei wurden Bankenrettung und andere Dinge durchgezogen.


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 Betreff des Beitrags: Re: 1. FC Nürnberg e.V.olution
BeitragVerfasst: 11.12.2016 11:29 
Moderator
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Registriert: 07.05.2008 22:32
Beiträge: 2608
KLAUSWEISS176 hat geschrieben:
Wir haben uns auf die WM konzentriert und nebenbei wurden Bankenrettung und andere Dinge durchgezogen.

Die Möglichkeit, da neue, zusätzliche Einnahmequellen zu generieren, wird sich der Fiskus nicht entgehen lassen, gerade nach den neuen TV Verträgen.
Spätestens in der kommenden Legislaturperiode werden da Nägel eingeschlagen.
Der Ablenkungswirkung (Panem et Circenses) wird das keinen Abbruch tun..

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